3. Aquarium einrichten

Hier möchten wir die grundlegenden Schritte erklären, die beim Einrichten eines Aquariums notwendig sind.
Optimal ist, wenn man sich dafür einen halben Tag Zeit nimmt. Vielleicht am Wochenende oder im Urlaub.
Das Becken braucht auch Zeit, bis es biologisch aktiv wird (durch die Bakterien) und die Pflanzen brauchen
Zeit um zu wachsen.
Bitte noch keine Fische kaufen – die Informationen hierzu findet man im übernächsten Kapitel
„5. DER KAUF DER FISCHE“.

Am Besten Du berätst Dich ganz unverbindlich mal mit den Mitgliedern beim „AQUATERRA-TREFF“.
Wir treffen uns jeden Monat einmal abends um 20:00 Uhr, (jeweils am Montag vor der „Zierfisch- und
Pflanzentauschbörse„)
im Vereinslokal. Diese findet immer am 3. Sonntag eines Monats statt.
Auch hier können von den Verkäufern oder anwesenden Vereinsmitgliedern Informationen und Beratung
eingeholt werden.

Wenn man nun alle Besorgungen und Erledigungen wie im Kapitel 2. EINKAUFSLISTE + BECKEN AUFSTELLEN
gemacht hat, kann es ja los gehen:

Es lohnt sich, vorher eine maßstabsgerechte Skizze anzufertigen. Dann weiß man schon einmal ungefähr,
wo später die Pflanzen und die Dekorationsgegenstände hin sollen. So können auch z. B. Reviergrenzen durch
geschickte Strukturierung der Deko für Buntbarsche im Voraus geplant werden.
Wichtig ist, dass die gekauften Pflanzen bis zum Einsetzen immer schön feucht gehalten werden.

- Rückwand

Falls man eine Innenrückwand einbringen möchten, schneide sie gegebenenfalls mit einer Holzsäge zu.
Die Rückwand anschließend im Becken fixieren und mit Aquariensilikon auf Essigsäurebasis (kein Sanitärsilikon
verwenden!) einkleben. (Gebrauchsanweisung des Silikons beachten!)
Nach dem Einkleben unbedingt die nötige Aushärtezeit des Silikons beachten.
Nach der Aushärtung die Silikonnähte mit Leitungswasser ausspülen und das Spülwasser entfernen.

- Boden

Wer gerne eine „Bodenheizung“ verlegen möchte, darf die Heizschläuche über der gesamten Bodenfläche verlegen!
(Herstellerangaben beachten!)

Als nächstes einen „Bodengrunddünger“ für die Pflanzen ausbringen und gleichmäßig auf der Bodenscheibe verteilen.
Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Mengenangaben. Es empfiehlt sich eine ca. 2-3 cm hohe Schicht.
An Stellen, die später bepflanzt werden sollen, tragen wir eine etwas dickere Schicht auf.

Auf den Bodengrunddünger kommt nun unser gewaschener „Kies/Sand“. Hier gibt es verschiedenste Körnungen und
Farben. Bitte richte dich danach, welchen Kies deine späteren Bewohner als angenehm empfinden.
Dunkle Naturfarben machen sich grundsätzlich besser, da das die Tiere angenehmer empfinden als grelle Farben.
In feinerem Sand halten sich z. B. auch gerne kleine Aale auf und auch Schmerlen wühlen gerne im Sandboden und
suchen nach Nahrung.
Der Kies im Becken sollte mindestens eine Höhe von 6-8 cm aufweisen, um den Pflanzen den benötigten Halt zu geben.
Je mehr desto besser. Aquarienkies und Bodengrunddünger sollen nicht miteinander vermischt werden.

- Technik

Bei der Installation der Technik gilt zu beachten, wo die Kabelöffnungen in der Aquarium-Abdeckung sind und wo sich
die Steckdosen befinden. Am Besten die technischen Geräte so anbringen, dass man auch gut ran kommt.
Ein Innenfilter muss ab und zu gereinigt werden. Dennoch ist es ratsam, sie ein wenig zu "verstecken" (hinter Pflanzen
oder Wurzeln..), um einen ungetrübten Blick ins Becken zu haben.

Falls man einen „Innenfilter“ verwendet, kommt er in die hintere Ecke des Aquariums. Der „Heizstab“ sollte nach
Möglichkeit in der Nähe des Filterausströmers plaziert werden, damit das erwärmte Wasser des Heizers gleichmäßig
im Becken verteilt wird.
Bei einem „Außenfilter“ wird das Einsaugrohr in der hinteren Ecke plaziert, das Ausgangsrohr auf der gegenüber-
liegenden Seite des Beckens . Der Filter ist dann ideal positioniert, wenn durch den Filter die Wasseroberfläche
in Bewegung gehalten wird und Filterein- und -auslauf möglichst weit voneinander entfernt angebracht werden.
(Herstellerangaben der jeweiligen Filter beachten!).

Für gesunden Pflanzenwuchs kann man jetzt oder später noch eine „CO2-Anlage“ installieren. Idealerweise auch in der
Nähe des Filterausströmers. (Herstellerangaben beachten!) Wichtig - Die Geräte noch nicht unter Strom setzen!

Das „Thermometer“ bringt man an einer Seitenscheibe, ca. 10 cm unterhalb der Wasseroberfläche an.
Darauf achten, dass das Thermometer nicht in der Nähe der Heizung untergebracht ist.

- Dekoration

1 Unterbau

Nach der Technik kommen nun die Dekorationsgegenstände in das Aquarium.
Die Materialien, wie „Steine“ und „Wurzeln“ werden vor dem Einbringen ins Aquarium sorgfältig mit einer Bürste oder Ähnlichem gewaschen.

Steine dürfen nicht kalkhaltig sein und bei größeren Steinaufbauten besser eine dünne Styroporunterlage auf dem Glas unterlegen. Die Wurzeln bitte nur aus dem Zooladen verwenden!
Hölzer aus dem heimischen Wald oder Garten vermodern im Wasser.

Wenn die gekauften Wurzeln noch aufschwimmen, einfach mit Steinplatten beschweren und ggf. später die Steine wieder entfernen.

2 Steinaufbau

Es gibt auch Höhlen aus Keramik, Stein oder Kokosnussschalen. Hier können sich die Bewohner optimal zurückziehen.

Als Tipp, ein außergewöhnliches schönes Sortiment von Höhlen aus Keramik wird hier
angeboten:

siehe Link: www.laichhoelen-welshoehlen.de.

Hier ist jedenfalls der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Es ist nur schön darauf zu achten, daß je nach Fischart geeignete Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden.

Manche Pflanzenarten oder Moose lassen sich auch auf Wurzeln oder Steinen mit einem unauffälligen Zwirn aufbinden. Die Deko muss auch fest im Aquarienbecken verankert sein und darf nicht umfallen.
Gegebenenfalls Steinaufbauten mit Silikon oder Aquarienmörtel fixieren, aushärten lassen und dann erst das Becken weiter einrichten.

Barsche und andere Fischarten wühlen gerne im Sand und können das Kunstwerk schnell
zum Einsturz bringen.

3 Sand und vorsichtig Wasser einfüllen

Als nächsten Schritt das Becken mit Wasser zu einem Drittel befüllen.

Hier das Wasser in einen tiefen Teller, der auf dem Aquarienboden steht, langsam einströmen lassen.
Dadurch wird der Bodengrund nicht aufgewirbelt.

Das verwendete Wasser sollte frisch von der Leitung kommen und auf 24-26 Grad Celsius temperiert bzw. lauwarm sein.
Mehr Wasser brauchen wir erst mal nicht - es ist auch noch recht trüb und beeinträchtigt
die Sicht.

5 Wasser ist noch trüb
6 Wasser wird klarer

  Das Wasser ist noch trüb.....                                                                                 und wird nach einiger Zeit klar.

- Pflanzen

Die Pflanzen werden zuerst gewässert/gewaschen und von Bleibändern, Wolle und sonstigen Verpackungsmaterialien, sowie abgestorbenen Pflanzenteilen befreit.
Stängelpflanzen besitzen noch keine Wurzeln. Diese bilden sich später im Aquarium neu.
Bei Topfpflanzen kann man die vorhandenen Wurzeln etwas mit einer Schere kürzen, das erleichtert den Pflanzen das anwachsen. Allerdings sollten sie nicht kürzer als 3 cm sein. Langwachsende und schnell wachsende Pflanzen kommen in den Hintergrund, klein bleibende Arten pflanzt man nach vorne.

7 Pflanzen rein

Bitte vorsichtig einpflanzen und ggf. mit dem Finger vorher ein Loch in den Boden drücken, damit die Wurzeln und Pflanzenteile nicht abbrechen.
Um zu vermeiden, dass der Wurzelstock fault, dürfen die Pflanzen auch nicht zu tief in den Kies gepflanzt werden.
Ein kurzes ziehen an der Wasserpflanze, richtet die Wurzeln im Kies aus.
Hilfreich kann sich hierbei, je nach Art, eine Aquarienpinzette erweisen.

- Wasser einfüllen

Wenn die Bepflanzung abgeschlossen ist, wird nun das Becken vollständig aufgefüllt.

Vorher bitte beachten: Sobald das Wasser im Aquarium ist, kann man das Becken nicht mehr bewegen .(1 Liter Wasser wiegt 1 Kg)
Daher sollte das Aquarium zuvor in die endgültige Position gebracht werden.
Beim befüllen mit Wasser wieder behutsam vorgehen, damit der Bodengrund nicht unnötig aufgewirbelt wird oder Pflanzen aus dem Boden heraus geschwemmt werden. Der Teller auf dem Sandboden erweist hier wieder seine guten Dienste.
Das Wasseraufbereitungsmittel kann hier mögliche Schadstoffe/Schwermetalle aus dem Leitungswasser zu binden.

Nun werden die technischen Geräte in Betrieb genommen. Bitte jetzt noch einmal die Technik überprüfen und ggf. nachjustieren.
(Bedienungsanleitungen beachten!)

- Beleuchtung

Als Abschluss kommt die Aquarien-Abdeckung mit der Beleuchtung auf das Becken. Für die regelmäßige Beleuchtung sorgt eine einfache Zeitschaltuhr.
Die Beleuchtungsdauer sollte zu Beginn nur zwischen 6 und 8 Stunden liegen, um eine „Algenplage“ zu vermeiden.
Später sollte die Beleuchtungszeit auf 10-12 Stunden pro Tag verlängert werden.

Es ist völlig normal, wenn das Wasser am Anfang noch trübe ist. Nach ein bis zwei Tagen sollte es klar sein.
Auch kann an der Wasseroberfläche ein weißer Film entstehen - die „Kamhaut“.
Das ist völlig normal und sie verschwindet meist von selbst.

Herzlichen Glückwunsch zum ersten eingerichteten Aquarium!!

Dann können wir ja gleich die Fische kaufen gehen: STOP!!!
Bitte nicht - zunächst muss das Becken eingefahren werden!

Informationen hierzu findest du im nächsten Kapitel

4. AQUARIUM EINFAHREN

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